Unsere Reise zu den Philippinen verlief anders als geplant: Ein Super-Taifun über der Insel Luzon im Norden des Archipels machte einen Besuch in Palanan unmöglich – dem Ort, an dem Monie und Marianne viele Jahre an Bibelübersetzungen in eine Vielzahl an Stammessprachen, unter anderem für das Bergvolk der Agtas, gearbeitet haben und auch sozialmissionarisch tätig waren. Aufgrund des Taifuns hatten wir fast eine Woche keinen Strom. Doch wir konnten Marianne mehrfach treffen und uns mit ihr austauschen. Besonders beeindruckt hat uns, wie sie unter schwierigen Bedingungen mit Mut und Gottvertrauen begonnen und über die Jahre enge Beziehungen aufgebaut hat.
Monies ruhige und offene Art machte es uns leicht, Fragen zu stellen und von seinen Erfahrungen zu lernen. Wir besuchten außerdem eine lokale Gemeinde, in der Amiel predigen durfte – ein besonderer Einblick in das Leben und Wirken der Menschen vor Ort.

Seminare in abgelegenen Bergdörfern
Im Anschluss begleiteten wir das Team zwei Wochen lang in abgelegene Bergdörfer, wo Seminare für lokale Leiter stattfanden. Die Fahrten waren lang, und manchmal schliefen wir auf dem Boden, doch die herzliche und offene Art der Menschen ließ uns jede Mühe vergessen.
Unsere Rolle bestand vor allem darin, zuzuhören, zu beobachten und ein Gefühl für die Arbeit vor Ort zu bekommen. Außerdem durften wir kleine Impulse zum Thema Evangelisation und einem dienenden Herzen einbringen. Die Seminarthemen reichten von Jüngerschaft und Bibelstudium über die Frage nach dem Leid bis hin dazu, wie unsere kulturelle Brille unsere Bibelauslegung, Weltsicht und unseren Glauben prägt.
Was bleibt, sind viele freundliche Begegnungen und ein ehrlicher Einblick in die Arbeit des Teams sowie in die Kultur der Regionen, die wir besuchen durften. Wir sind dankbar, den Taifun gut überstanden zu haben, für die Gespräche mit Marianne und Monie und für die wertvollen Erfahrungen, die wir in den Gemeinden und Seminaren sammeln konnten. Vor allem schätzen wir die Gelegenheit, hinter die Kulissen eines anderen Dienstes zu blicken, von erfahrenen Missionaren zu lernen und ein anderes Einsatzland kennenzulernen – Eindrücke, die uns persönlich bereichern und sicher noch lange für unseren eigenen Weg prägen werden.
Die Arbeit von Melina und Amiel wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Umso mehr freut sie sich über regelmäßige Unterstützung.
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