Mit dir hat man immer eine Glühbirne dabei.“ Mein Mann sagt das oft – und es stimmt. In Uganda fällt meine helle Haut überall auf, nirgends bleibe ich unbemerkt. Das stört mich bis heute. Wir alle sehnen uns danach, dazuzugehören. Manchmal wünschte ich, ich könnte mich „umlackieren“, um unsichtbar zu sein. Oft erlebe ich dadurch Benachteiligung, obwohl die meisten Menschen hier meine helle Haut fast schon beneiden.
Vor einiger Zeit stieß ich auf einen Comic, den Gott gebrauchte, um mir seine Sicht zu zeigen: Eine Glühbirne versucht, sich schwarz anzumalen, um nicht aufzufallen. Doch Jesus nimmt sie zu sich, wischt die Farbe weg und sagt: „Ich habe dich genau so gewollt – leuchtend, auffällig, anders. Als Licht für diese Welt.“ Seitdem sehe ich meine sichtbare Andersartigkeit nicht mehr als Last, sondern als Erinnerung an meinen Auftrag.
Jesus hat uns aufgetragen, Salz und Licht zu sein. Durch unser Verhalten, unsere Liebe, den Frieden in uns und unser verändertes Denken sollen wir auffallen. Ja, durch ihn selbst, der durch uns in die Welt leuchtet. Das ist nicht immer angenehm, denn es bricht Normen und wird nicht immer verstanden. Aber es ist unser Auftrag.

Verbieg dich nicht!
Doch was bedeutet das konkret? Salz und Licht sind grundverschieden: Licht hat keinen Geschmack, Salz kann nicht leuchten. Beide haben eine wichtige Funktion – aber eine andere. So ist es auch mit unseren Berufungen. Ich möchte dich ermutigen: Verbieg dich nicht, um irgendwo hineinzupassen, wo du nicht hingehörst. Gott hat einen ganz persönlichen Auftrag für dich, den nur du auf deine Weise erfüllen kannst. Weißt du schon, welchen?
Lange dachte ich, alle Missionare seien Evangelisten mit derselben Berufung – nur in unterschiedlichen Ländern und Projekten. Doch je mehr ich mit Kollegen aus aller Welt zusammenarbeite, desto klarer wird: Unsere Berufungen sind so vielfältig wie wir selbst. Und darin liegt eine tiefe Schönheit.
Die Einsätze mit unserer Organisation sollen neues Feuer entfachen und Ermutigung an Orte bringen, deren Glaube am Flackern ist. Natürlich bedeutet das nicht nur Worte, sondern auch Taten – Jesu Liebe sichtbar machen, in enger Zusammenarbeit mit den ansässigen Gemeinden. Auch das Patenschaftsprojekt zusammen mit Nadine Oesterle und Emmanuel Nagimensi darf in diesem Rahmen wachsen und an Nachhaltigkeit zunehmen. Eine eigene Organisation vor Ort ist unser nächster Schritt, tiefer in diese Berufung zu treten, um Salz und Licht in Uganda zu sein.
Die Arbeit von Luisa und Daniel wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Umso mehr freut sie sich über regelmäßige Unterstützung. Werde Teil ihrer Vision, dass Kinder und Jugendliche ihren Weg zu Gott finden.
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