Schulmaterialien und ein Fahrrad

Oft ebnen Kleinigkeiten den Weg in eine sichere Zukunft.
In ihrem Projekt „Serey“ setzen sich Julius und Katharina Döhler gegen Menschenhandel und moderne Sklaverei in Kambodscha ein. Ein wirksamer Schlüssel in diesem Kampf ist die Bildung. Ein zentraler Teil ihrer Arbeit ist daher die Bildungsförderung vor Ort. Denn: Bildung schützt!

In den entlegenen Dörfern, in denen wir arbeiten, erleben wir es immer wieder: Kinder, die nach mehreren Schuljahren noch nicht lesen oder schreiben können. Familien, die sich keine Schulhefte oder Uniformen leisten können. Eltern, die den Wert von Bildung kaum kennen. Bildung hat einen schweren Stand in Kambodscha. Das hat seine Ursachen zunächst in der Schreckensherrschaft der Roten Khmer, der bis in die 1990er-Jahre hinein unzählige Intellektuelle – darunter 90 Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer – zum Opfer fielen und die die Schulstrukturen im Land komplett zerstörte. Die Spätfolgen spiegeln sich auch heute noch in einem unterentwickelten Schulsystem, mit verstörenden Zahlen: 12,6 % der Kinder haben laut einer UNICEF-Analyse von 2023 die Grundschule nicht abgeschlossen, 50 % beenden die neunte Klasse nicht. Nur 8 % der 14-Jährigen können auf Mindestniveau lesen und nur 10 % erreichen grundlegende Rechenfähigkeiten. 

 

Wenn Bildung fehlt, wächst die Gefahr 

Die Folgen sind gravierend: Ohne gute Bildung hat man kaum eine Chance auf einen Job und schon gar nicht auf einen guten. Vor allem aber ist die Gefahr sehr groß, dass man dann in ausbeuterische Arbeitsverhältnisse gerät. Nur wenige Menschen haben einen richtigen Arbeitsvertrag und noch weniger verstehen, was drinsteht. Auch ihre Rechte sind den wenigsten bekannt. Dass viele Menschen in Kambodscha überschuldet sind, verschärft die Versuchung, sich auf unsichere Jobangebote einzulassen. Aus diesen Gründen fällt es Arbeitgebern und Kriminellen leicht, Menschen in Kambodscha oder im Ausland auszubeuten und sie wie Ware zu behandeln. 

 

Im Rahmen unserer Präventionsarbeit besuchen wir daher regelmäßig Familien, deren Kinder nicht oder nur sehr unregelmäßig zur Schule gehen und ermutigen sie, sich auf die Bildung zu fokussieren. Wo es nur geht, unterstützen wir durch zusätzlichen Unterricht, ermutigende Spiele oder durch die Bekämpfung der Nöte der Familien und Aufklärungsarbeit. 

 

Endlich zur Schule gehen! Tida und ihr Bruder mit dem neuen Fahrrad

Endlich zur Schule gehen! Tida und ihr Bruder mit dem neuen Fahrrad

 

Tidas Geschichte 

Oft scheitert Bildung schlichtweg daran, dass der Schulbesuch in Kambodscha zwar gratis ist, die Schulmaterialien – Schuluniformen, Hefte, Stifte, Taschen und anderes mehr – aber selbst bezahlt werden müssen und oft unerschwinglich sind. So auch bei Tida (Name geändert), einem 7-jährigen Waisenmädchen, das mit seinem Vater und Geschwistern in sehr einfachen Verhältnissen lebt. Zur Schule kann sie nur gehen, weil jemand ihr eine gebrauchte Schuluniform geschenkt hat und sie für den langen Schulweg ein altes Kinderfahrrad nutzen konnte. Für ihren 9-jährigen Bruder dagegen war beides zu klein, weshalb er noch nie in der Schule gesichtet wurde. Dank Eurer Unterstützung konnten wir der Familie Schulmaterialien und ein Fahrrad zur Verfügung stellen - beide Kinder können nun zusammen regelmäßig in die Schule gehen. Herzlichen Dank dafür! 

 

Wir wollen, dass mehr Kinder in Kambodscha in die Schule gehen und ihren Bildungsweg abschließen. So haben wir auch die Möglichkeit, sie über Menschenhandel und Ausbeutung aufzuklären und wie sie sich davor schützen können. Unser Ziel ist es, in diesem Jahr bis zu 700 Kinder mit den notwendigen Schulmaterialien zu versorgen, um ihnen so den Zugang zur Bildung zu ermöglichen. 

Julius und Katharina Döhler

KAMBODSCHA
  • Unterstützung lokaler Kirchen
  • Projekt Serey zur Prävention von Menschenhandel
  • Gesundheitsaufklärung

Deine Hilfe zählt!

Die Arbeit von Julius und Katharina wird durch Spenden finanziert. Umso mehr freuen sie sich über regelmäßige Unterstützung. Hilf ihnen dabei, Glauben und Hoffnung zu verbreiten.

 

Bei Spenden zur Unterstützung dieses Projektes bitte angeben: AM S 370 Döhler


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