Schweden zählt zu den am stärksten säkularisierten Ländern weltweit. Seit dem Ausbau des Wohlfahrtsstaates im 20. Jahrhundert und der zunehmenden Säkularisierung ab den 1960er-Jahren haben staatliche Strukturen viele soziale Aufgaben von Familie, Kirche und Gemeinschaft übernommen. Nähe und Zugehörigkeit sind dadurch zunehmend zur privaten Verantwortung geworden. Heute sind Isolation und Einsamkeit – vor allem für junge Menschen – Teil der Lebensrealität. Im Februar 2025 stellte die schwedische Gesundheitsbehörde eine nationale Strategie zur Bekämpfung von Einsamkeit („Standing Together“) vor. Damit wird Einsamkeit nicht länger als individuelles Problem verstanden, sondern als öffentliches Gesundheits- und Gemeinschaftsproblem anerkannt.
Depressionen, psychische Erkrankungen und hohe Scheidungsraten – Faktoren, bei denen Schweden überdurchschnittlich stark betroffen ist – können zu familiärem Zerbruch beitragen. Zudem ist organisierte Bandenkriminalität in Schweden seit Jahren ein ernstzunehmendes Problem. Besonders Jugendliche werden in diese gewalttätigen Netzwerke verwickelt – sei es als Opfer, als Mittäter oder durch soziale Bindung – mit erheblichen Folgen für ihre Sicherheit, ihre Zukunftsperspektiven und das familiäre Umfeld.
Deshalb wollen wir ein Familienzentrum gründen, welches dieser Notlage auf verschiedene Weise begegnet.
Dieses Zentrum beinhaltet Einzel-, Gruppen- und offene Angebote. Hier gibt es kreative Räume und persönliche Begleitung. Man kann seine Stärken entdecken, Gemeinschaft und Zugehörigkeit finden und Gott in der Natur erleben. Als weiterer Baustein träumen wir davon, Kindern und Jugendlichen einen sicheren Ort zu bieten, wenn ein Leben in ihrer Herkunftsfamilie nicht möglich ist oder besondere Unterstützung braucht. Kinder oder Jugendliche, die im Rahmen einer Inobhutnahme auf unserem Hof leben, sollen Zugang zu allen Angeboten des Familienzentrums haben. Darüber hinaus sollen sie Teil dieser Angebote sein, selbst Verantwortung übernehmen und den Hof zu ihrem eigenen Zuhause machen. Dadurch sollen sie eigene Stärken entdecken und fürs Leben lernen. Vor allem aber wünschen wir uns, dass sie und ihre Familien Jesus kennenlernen, seine Liebe annehmen und Heilung erleben.
Die Arbeit von Ulrike & Reimar wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Deine Unterstützung hilft ihnen, Gottes Liebe ganz praktisch zu den Kindern und Jugendlichen zu bringen – regelmäßig, wirksam und voller Hoffnung.
Bei Spenden zur Unterstützung dieses Projektes bitte angeben: AM 35 Gelke / Schweden

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